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Wortgruppen verwandeln sich in Sinngruppen

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Wortgruppen machen noch wenig Sinn

Mit dem vorherigen Beitrag sind wir auf unsere Lesegewohnheiten eingegangen und fanden, dass viele Wort für Wort lesen. Dies reichte in der Schule vielleicht noch aus, kommt aber in Studium und Beruf an seine Grenzen. So kamen wir auf die Gruppierung von Wörtern, die das Lesen erleichtert und vor allem Zeit gewinnt. Doch einfach Wörter zu gruppieren reicht nicht aus, wenn sie einfach nicht zusammenpassen.

Die Wortgruppen müssen Sinn machen, damit sie sich einprägen. So ist es möglich, den Text letztlich insgesamt zu verstehen. Die Wörter, die miteinander fixiert werden, müssen inhaltlich zusammenpassen!

Peripheres Sehen im Vorausblick

Von Fixierung zu Fixierung steht immer eine Augenbewegung an, doch wohin soll die nächste Fixierung springen? Wie finden wir die nächste Wortgruppe? Das Blickfeld ist trotz der Fixierung nicht völlig eingeschränkt. Sonst hätten wir ja einen Tunnelblick! Das bedeutet, dass die nicht fixierten Informationen wahrgenommen werden. So können wir abschätzen, wo der nächste Blick hinfällt. Wir werten die ungenauen Angaben aus! Dieser Bereich ist das periphere Sehen.

Der Witz an der Sache ist, dass wir nicht alles fixieren und komplett lesen müssen. Viele Sätze, vor allem bekannte Aussagen, erkennen wir vom Satzanfang bis Satzende immer deutlicher. Meist brauchen wir das letzte Wort gar nicht mehr ansehen. Das kommt daher, weil wir Lesen schon so gut können und die Vorerfahrung uns die erneute Wahrnehmung erspart. Hier gilt wieder, etwas Abstand zum Text zu gewinnen!

Hilfe geben Satzzeichen, bekannte Wortgruppen und Substantive

So und was macht nun Sinn und welche Hilfen gibt es für das Erkennen der Wortgruppen, ach nein – Sinngruppen!? Zuerst sind die markantesten Zeichen die Satzzeichen, Interpunktion. Punkt, Komma oder Doppelpunkt markieren eindeutig, was zusammengehört. Die meisten von uns, ich denke alle, werden eine kleine Pause bei diesen Satzzeichen machen. Mit dem peripheren Sehen zusammen lässt sich dann schon eine kleine Verbesserung erkennen. Nicht erst, wenn das Satzzeichen da ist, nein schon im Vorfeld lässt sich die Interpunktion als Einteilungsmarke nehmen.

Ein anderes Hilfsmittel für die Einteilung der Wörter in Sinngruppen sind bekannte Redensarten. Wie schon im vorherigen Abschnitt angemerkt, kennen wir bestimmte Floskeln und Aussagen auswendig und brauchen diese nicht jedes Mal neu zu lesen. Das geht eben auch mit ganzen Sätzen, bei denen wir zum Ende hin schon ziemlich sicher sagen können, … na wie endet dieser Satz wohl? 🙂

Das dritte Merkmal einer Sinngruppe sind Substantive, denn sie sind in der deutschen Sprache immer schön groß geschrieben und daher auch im Blickfeld ohne Fixierung sehr gut zu erkennen. Um Substantive herum, da tummeln sich die Verben, die Adjektive, die Adverbien und sonstige Sachen. Ein gute Markierung! Der Witz an der Sache ist, dass Substantive meist am Ende der ganzen Wortgruppe oder Sinngruppe stehen! Probieren Sie es aus und nehmen Sie nach den Satzzeichen die Substantive als Sprungmarke!

Alle Artikel der Reihe Lesetechnik:

Kein Kommentar zu “Wortgruppen verwandeln sich in Sinngruppen”

  1. […] wir hatten die Substantive schon einmal als ein wichtigen Markstein gesehen. In dem Beitrag zu Wortgruppen in Sinngruppen verwandeln haben wir die Substantive als Merkmal für eine Sinngruppe ausgemacht, neben den Satzzeichen und […]

  2. […] zu verstehen, eine Aufgabe mit der niedrigsten Investition zu bewältigen. Dafür sind Wortgruppen, Sinngruppen und Sinnsignale gedacht. Bei der Effizienz geht es darum, auf welche Texte man diese Techniken […]

  3. […] Lesetechnik beginnt beim Vorwissen 3 – Die neue Lesetechnik verwandelt Wörter zu Wortgruppen 4 – Wortgruppen verwandeln sich in Sinngruppen 5 – Regression ist der große Feind der Lesetechnik 6 – Für die Lesetechnik muss die […]

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