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Weitere Lesetechniken verschaffen einen Überblick

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Texte erfordern eine Lesestrategie

Wir haben im Beitrag „Ein Text erfordert unterschiedliche Lesetechniken“ schon gesehen, dass wir nicht alles zu 100 Prozent verstehen können und müssen. Auch die Vorausschau gehört zur Effektivität bei der Lesetechnik, um schon vorab einen Eindruck zu bekommen, ob wir einen Text wirklich lesen sollten. Dafür gibt es aber noch weitere Möglichkeiten, um einen ersten Eindruck und auch einzelne Informationen zu bekommen. Sie müssen, im Gegensatz zu den Methoden zur Effizienz, nicht immer angewandt werden, sondern nur nach Bedarf!

Scanning – Mit Fokus im Text suchen

Mit dem Begriff „Scanning“ ist gemeint, dass man einen Text gezielt nach Informationen sucht. Der gewohnte und gebräuchliche Begriff „Scannen“ ist da glaube ich besser. Jedenfalls nimmt der Leser beim Scannen eines Texte eine Erwartungshaltung ein, auf die er sich dann verlässt. Wir kennen das, machen das auch schon in einigen Situationen. Wir suchen in einem Rezept, wie viel wir dazugeben dürfen oder auch die Stelle im Roman, wo wir aufgehört haben zu lesen. Beim Scannen suchen wir also direkt Informationen im Text und wollen diesen nicht ganz durchlesen.

Wie das nun bewusst gemacht wird? Wir überlegen uns vorher, bevor wir auf den Text sehen, was wir eigentlich suchen. Begriffe, Wörter, Definitionen! Erst wenn klar ist, wonach wir suchen, blicken wir in den Text. Et Voila – genau das wird uns auffallen! Wichtig dabei ist jedoch, dass nicht jede Zeile einzeln „gelesen“ wird, sondern wir eine Fläche sozusagen absuchen. Von oben nach unten, mehrere Zeilen gleichzeitig oder auch abwechselnd!

Skimming – Breitbild bringt einen Überblick

Den Text überfliegen, das meint man mit dem Ausdruck „Skimming“! Das unterscheidet sich vom Scannen in der Weise, dass hier nicht mit einer Erwartungshaltung nach Begriffen gesucht wird, sondern die Inhalte ohne Vorbehalt angesehen werden. Natürlich schnell, im Flug sozusagen. Wie bei einem Flug über eine Landschaft erkennt man auch hier nicht jedes Detail, das man am Boden erkennen würde. Schnell über den Text lesen, ohne Halt zum Nachlesen oder Nachdenken. Im Kern geht es beim Skimming um die Kernaussagen des Autors.

Diese Kernaussagen sind auch dann verständlich, wenn Details eben fehlen. Im Vergleich mit dem Flug, unterscheidet man Landschaften auch nach Bergen, Tälern, Flüssen, Seen oder Waldgebieten. Hier und da ist eine Stadt mit Hochhäusern, kleineren Dörfern oder Straßen. Und wie beim Lesen wird man beim Flug nicht jedes Haus in all seiner Pracht erkennen, nur Umrandungen, vielleicht ob ein Balkon da ist oder ob Bäume im Garten stehen! Soviel soll also vom Text, den Kernaussagen verstanden werden.

Paragraphing – Absatz für Absatz anlesen

Hier geht es um das Anlesen jedes Absatzes. Die ersten Sätze verraten schon ein wenig, was wohl noch kommen wird. Eignet sich gut, um einen Überblick des ganzen Textes zu bekommen, obwohl natürlich wieder viel ausgelassen wird. Zur Recherche aber hervorragend, denn wo was Interessantes steht, findet man auch heraus, ohne den ganzen Text zu lesen.

Alle Artikel der Reihe Lesetechnik:

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  1. […] drauf los lesen ist ein schlechter Rat 9 – Ein Text erfordert unterschiedliche Lesetechniken 10 – Weitere Lesetechniken verschaffen einen Überblick 11 – Lesetechnik verbessern ist eine mehrstufige Entwicklung 12 – Die Lesetechnik ist […]

  2. […] drauf los lesen ist ein schlechter Rat 9 – Ein Text erfordert unterschiedliche Lesetechniken 10 – Weitere Lesetechniken verschaffen einen Überblick 11 – Lesetechnik verbessern ist eine mehrstufige Entwicklung 12 – Die Lesetechnik ist […]

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