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Persönlichkeit und Charakter

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Auf den ersten Blick sind Persönlichkeit und Charakter bekannte Begriffe

Überlegen wir mal, was wir über Charakter und Persönlichkeit wissen! Das sind ja durchaus zwei geläufige Begriffe, die wohl von jedem verstanden wird und bei denen jeder oder jede eine Art Definition parat hat. „Der hat einen schlechten Charakter“ oder „das ist eine Persönlichkeit“ hören oder sagen wir selbst über andere Leute im Freundeskreis oder bei bekannten Menschen.

Persönlichkeit mit nomothetischer und idiografischer Sichtweise differenziert betrachten

Die zwei Wörter nomothetisch und idiografisch springen natürlich sofort ins Auge. Ich kannte diese Wörter auch nicht und habe extra nachgesehen, wie die Übersetzung für diese Wörter ist. Durch die Erklärung im Studienbuch weiß ich natürlich, was gemeint war.
Nun, ich will niemand im Ungewissen lassen. Nomothetisch bedeutet, dass die Psychologen universelle Einstufungen und Beurteilungen für alle Menschen einsetzen, um ein Individuum zu charakterisieren. Intelligenztests wären ein Beispiel.
Meßbarkeit und Generalisierung spielt eine große Rolle und in der nomothetischen Sichtweise wird alles gemessen, was an Persönlichkeit und Charakter überhaupt gemessen werden kann.

Der Gegensatz ist, klar, die idiografische Methode. Hier gehen die Ansichten ins Subjektive und in die Tiefe. Was macht die Persönlichkeit einer einzelnen Person aus? Die ganze Komplexität einer Person steht bei der idiografischen Betrachtungsweise des Charakters im Vordergrund. Ein bekanntes Beispiel für die idiografische Betrachtungsweise ist die Psychoanalyse.

Portrait von Francis Galton

Francis Galton

Francis Galton erstellte ein System, um Individuen einordnen zu können

So, wer war Francis Galton? Kurz gesagt, der Cousin von Charles Darwin! Francis Galton lebte von 1822 bis 1911 und kam als Erster auf die Idee eines Testverfahrens, mit dem Menschen in Massen getestet werden konnte. Da lag das Genie wohl in der Familie.
Wie auch immer, Galton hatte 1884 Besuchern eines Museums eine Einrichtung zur Verfügung gestellt, mit dem diese verschiedene motorische Tests machen konnten.

Später veränderten sich die einfachen Test in etwas komplexere Fragen, die geistige Fähigkeiten mit einschlossen. Auf diesem Wege entwickelten Binet und Simon 1905 den ersten Intelligenztest. Galton legte so die Grundlagen für unsere heutigen psychometrischen Tests.

Drei Dimensionen für die Unterscheidung zwischen Personen

Vorerst schauen wir nur auf die Möglichkeit, wie man Menschen in einer Skala einstufen kann, mittels Testverfahren und den psychometrischen Tests. Im Kern geht es darum, was Menschen an Unterschieden und Gemeinsamkeiten aufweisen. Auf diese Weise lassen sich einzelne Menschen in eine Skala einordnen, die durch Tests an einer Menschenmenge entwickelt wurden. Eigenschaften von Menschen, die direkt sichtbar im Alltag sind, dienen als kleinste Einheit. Zum Beispiel wie still oder gesprächig eine Person ist.

Eine weitere Dimension in der Einstufung sind bipolare Eigenschaften, Beispiel hierfür wäre ängstlich – risikoscheu. Bei der dritten Dimension stell ich das Beispiel voran: introvertiert – extrovertiert. Diese Eigenschaften beschreiben die ganze Person, weswegen die Dimension auch Persönlichkeitsdimension genannt werden kann (auf Englisch personality dimension).

Das sind ganz andere Einordnungen und von Einschätzungen im Alltag weit entfernt. Es ist eine eher klinische oder wissenschaftliche Methode, wie Personen in ein, sagen wir, Muster passen, das durch zigtausende Messungen von Personen zustande kam. Normung ist das passende Stichwort.

Kein Kommentar zu “Persönlichkeit und Charakter”

  1. […] aus dem Bild erkennbar, hat Cattel bipolare Eigenschaften genommen, wie im Beitrag Persönlichkeit und Charakter im letzten Absatz erwähnt und 10 Abstufungen eingefügt. Danach verzeichnet man bei einer Person […]

  2. […] den Beiträgen zu Persönlichkeit startete ich bei der Alltagsmeinung zu Charakter und Persönlichkeit. Dort brachte ich die nomothetische und idiografische Sichtweise mit ein und stellte Dimensionen […]

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