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Ohne die Biologie kommt die Psychologie nicht aus

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Psychosomatik, das Zusammenspiel von Biologie und Psychologie

Eine eigene Perspektive beschäftigt sich in der Psychologie mit dem Einfluss von biologischen Gegebenheiten auf uns Menschen. Themen wie Evolution, Entwicklung oder Genetik und Veranlagung lassen sich kaum ohne die physischen Gegebenheiten betrachten.
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es noch eine Spaltung der verschiedenen Bereiche, doch bald fand die Psychosomatik eine stärkere Beachtung. Damit ist das Zusammenspiel zwischen Geist und Körper, aus Psyche und Soma.

Heute ist dies unbestritten, doch noch vor 100 Jahren galt, dass das Körperliche auf das Psychische schlägt, aber der Einfluss der Psyche auf den Körper keine Anerkennung fand. Es ist eines der kleinen Verdienste von Sigmund Freud, der in seinem Aufsatz „Über Seelenbehandlung“ dem Seelischen zu seinem Platz verhalf. Beides wirkt zusammen und ist weniger eine Dialektik.

Wie auch immer, die biologische Psychologie bringt ganz neue Sichtweisen in die Psychologie ein. Das Gehirn gehört zu den spannendsten Themen im 21. Jahrhundert, gerade durch Themen wie Lernen, Schulerfolg, Beruf und hat somit auch eine enorme gesellschaftliche Bedeutung.

Biologie in der Psychologie – der freie Wille oder Determinismus

Manche Phänomene lassen sich kaum ohne Kenntnis über das Gehirn verstehen oder behandeln. Ein Ansatz ist der Reduktionismus, der besagt, dass alle Ereignisse vorherbestimmt sind. Jede Entscheidung lässt sich voraussagen, kennt man nur alle Bedingungen. Das schließt auch den freien Willen aus. Ob das nun wahr oder falsch ist, ob es den freien Willen gibt oder nicht, soll erstmal keine Rolle spielen.

Ich habe mich ja dazu entschlossen, hier über die Rolle der Biologie in der Psychologie zu schreiben, ob das nun vorhersehbar war oder nicht. 🙂

Elemente und Zusammenhang

Die Aspekte der Biologie, alle Erkenntnisse und Ergebnisse, werden in der Psychologie zusammengebracht. Das bedeutet, dass die Biologie zwar einzelne Studien liefert, aber erst in der Psychologie miteinander verbunden werden. Dieses Konzept wird auf Englisch „emergent property“ genannt.
Es bedeutet, dass ein Thema bestimmte Eigenschaften hervor bringt, die die Elemente nicht hervor bringt. Um zu verdeutlichen, ein Beispiel mit Wasser.

Wasser hat Eigenschaften: es ist flüssig und nass. Als Chemiker interessiert mich das wenig, da ist wichtiger, dass Wasser aus einem Verhältnis zwischen den Elementen Wasserstoff und Sauerstoff besteht. So hat Wasser ganz verschiedene Eigenschaften, die sichtbar und wichtig sind, je nachdem, wozu es benutzt wird.

Das gleiche ist mit der Biologie in der Psychologie. Konzentration, Lernen, Gedächtnis und andere Fähigkeiten des Gehirns basieren auf der physischen Basis.

Das Gehirn, seine Eigenschaften und Fähigkeiten

Wer möchte, kann das Gehirn einzig mit seinen physischen Eigenschaften beschreiben. Es hat ein Gewicht, bei Menschen etwa 1,4 kg, ist meist glitschig und hat mehrere Farben. Das geht noch weiter, mit den verschiedenen Gehirnbereichen, dem Schläfenlappen, dem Cortex, Großhirnrinde und wer nen Zungenbrecher möchte, dem anterioren Gyrus cinguli. Mein persönlicher Favorit ist Okzidentallappen. 🙂

Gewonnen ist dabei nichts, denn was kann ein Computer, wenn man nur seine Bauteile beschreibt? Viel wichtiger sind die Funktionen. Die frühen Forscher, die versucht haben, eine bestimmte Region einer bestimmten Funktion zuzuweisen, taten sich schwer.
Die Funktionen bringen mehrere Areale zustande, es gibt kaum Funktionen, die auf einzelnen Gehirnbereiche gründen. Mit diesem Beispiel zeigt sich deutlich, wie Biologie und Psychologie zusammen wirken.

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