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Für die Lesetechnik muss die innere Stimme schweigen

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Laut mitlesen ist eine zusätzliche Bremse

Wir kennen es wohl noch alle, das laute Lesen aus der Grundschulzeit. So sollten wir richtig lesen lernen. Doch im Erwachsenenalter stellt man fest, dass das doch nicht so richtig ist. Vielleicht war es für den Anfang gut und richtig, darüber möchte ich nicht schreiben. Jetzt aber, wo wir an sich die Wörter verstehen und sie nicht mehr neu sehen, sonder automatisch, da brauchen wir nicht mehr laut lesen!

Viele lesen in Gedanken immer noch mit, zum Teil sprechen sie vor sich hin oder bewegen zumindest die Lippen mit. Schluss damit, denn es verhindert, dass wir den Text schnell und richtig verstehen! Wie es richtig funktioniert, kenn wir auch, nämlich bei Schildern. Die Anweisungen auf einem Verkehrsschild, ok einem bekannten Verkehrsschild, die lesen wir nicht mehr, sondern erkennen nur noch deren Bedeutungen und bringen diese in Verbindung mit einem bestimmten Ort. So funktioniert das richtige Lesen, und zwar ohne mitzusprechen, sondern erkennen!

Lautes Lesen schränkt ein

Dass lautes Mitlesen, sei es auch nur in Gedanken oder stumm, eine gewaltige Bremse ist, erkennt man daran, dass man niemals so schnell sprechen könnte, wie man ein Schild erkennt oder Symbole. Der Gang vom Buchstaben im Buch führt beim lauten Lesen über die Sprachorgane, die mitaktiviert werden. Das ist die kostbare Zeit, die es einzusparen gilt.

Ein weiteres Beispiel für schnelles Verstehen kommt direkt aus der Schrift, nämlich den Satzzeichen. Sie verstehen ein „!“ oder „?“ mit Sicherheit, ohne lange nachzudenken. Jetzt merken Sie vielleicht, welches Einsparpotenzial hier verborgen liegt oder anders gesagt, wie sehr lautes Lesen einschränkt.

Konzentrieren Sie sich auf die Bedeutung

Je mehr man etwas tut, umso besser wird es gelernt. Das gilt auch für das Umlernen, obwohl dies ungleich schwerer ist, da die alten Gewohnheiten oft richtig mitspielen wollen. Es gilt bei der Lesetechnik weniger da drum, das Mitlesen oder gedanklichem Mithören ganz verstummen zu lassen. Gut, besser wäre das schon, aber bevor Sie sich unendlich abmühen, bemühen Sie sich eher um eine Reduktion. Hier ist jede Einsparung richtig Zeit wert!

Was bleibt also zu tun? Letztlich immer wieder auf die Erkennung der Bedeutung von Sinngruppen konzentrieren und dem Drang zum Mithören widerstehen. Auch der Unsicherheit am Anfang mit Gelassenheit begegnen und sich einfach auf das Abenteuer einlassen!

Alle Artikel der Reihe Lesetechnik:

Ein Kommentar zu “Für die Lesetechnik muss die innere Stimme schweigen”

  1. […] einem Klavier spielen könnte, warum sollte man sich für die Blockflöte entscheiden? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 […]

  2. […] verwandeln sich in Sinngruppen 5 – Regression ist der große Feind der Lesetechnik 6 – Für die Lesetechnik muss die innere Stimme schweigen 7 – Sinnsignale erkennen und die eigene Lesetechnik erweitern 8 – Einfach drauf los […]

  3. Maximilian sagt:

    Sehr geehrter Autor,

    ich möchte darauf bestehen, dass das gedankliche Mitlesen keinesfalls ein Hindernis dafür ist, Texte schneller zu verinnerlichen. Das laute Mitlesen, wie Sie es erwähnen, aber schon.

    Meiner Meinung nach ist es von Vorteil die innere Stimme beim Lesen beizubehalten, da das stumme Überfliegen mit der Erkennung der Satzzeichen dazu führt, dass wir den Inhalt nicht verinnerlichen können. Ich halte daher nichts, von den von Ihnen geäußerten Methoden zum schnelleren Lesen.

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