logo

Die Seele und sein physischer Körper… von Synapsen, Neuronen und Botenstoffen!

logo

Von der Außenwelt zur psychischen Realität

Von dem jetzigen Thema haben sicher schon viele etwas gehört, daher weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Es geht darum, wie Wahrnehmung zu Erfahrung wird, wie Reize aus unserer Umwelt durch uns in den Kopf gelangen. Wir werden ja jede Sekunde mit Informationen aus unserer Umgebung bombardiert.

All unsere Sinne sind deswegen Sinne, weil sie uns Informationen aus unserer Umwelt zugänglich machen. Betrachten wir einen Stich mit der Nadel auf einen Finger. Dort liegen sensorische Neuronen, die auf Druck oder Schmerz reagieren. Kommt dies Signal, dann können die Neuronen nichts anderes tun, als ein kleines elektrisches Signal von sich zu geben. Dieses Signal wandert über das vegetative Nervensystem über den Arm, die Wirbelsäule und von dort in unser Hirn, wo wir das Signal dann erst erkennen und identifizieren.

Derlei Nerven gibt es zigtausend in unserem Körper, von den Beinen, Armen, Körper – von überall kommen sie zur Wirbelsäule und sind dort im Rückenmark geschützt. Von dort gelangen sie nach oben – die Verbindung führt Signale zum Hirn und zurück, damit bewegen wir uns, ob bewusst oder unbewusst, meistens unbewusst!

Fehlt diese Verbindung, sind wir gelähmt, da keine Signale die Nervenbahnen entlang gehen! Wir empfangen also nicht nur Informationen aus unserer Umwelt über die sensorischen Neuronen, wir geben auch wieder Informationen zurück, diesmal aber an die Motoneuronen, die direkt an die Muskeln gebunden sind.

Der Unterschied ist nicht das Neuron an sich, sondern dessen physischer Ort. Wär das sensorische Neuron am Muskel, so würde sich der Muskel bewegen. Das ist wichtig, denn nicht das Neuron ist es, was den Sinn ausmacht, sonder der Ort, an dem es ist, bestimmt dessen Funktion. Ein Neuron gibt einfach nur Signale aus und empfängt sie. Im Kopf basteln wir uns aus unseren Signalen dann die Realität, wie wir sie wahrnehmen!

Der Weg ist nicht fest

Dass ein Neuron nur elektrische Signale feuert und sonst nichts macht, ist der erste Pfeiler. Der zweite ist die Nervenbahn. Es ist im Grunde nicht eine Nervenbahn, sondern eine Verbindung von Neuron zu Neuron. Diese Verbindung ist auch keine feste, sondern eher ein zusammengewachsenes Gestrüpp. Wir sind immer noch beim Stich mit der Nadel…!

Das sensorische Neuron feuert, der elektrische Impuls tritt seine Reise entlang der Nervenbahn an und trifft auf das Ende. Was macht er? Das Signal springt auf die nächste Nervenbahn und setzt seine Reise fort zum nächsten Neuron.
Dieses feuert wieder und schickt das nächste Signal hinaus auf seine Nervenbahnen, das dann die nächste Spalte überspringt.Die Spalten, die das Signal überwinden muss, das ist eine Synapse. Nicht ganz, die Enden von den zwei Neuronen gehören auch dazu.

Das Signal ist elektrisch, was ist mit den berühmten Neurotransmittern?

Ganz richtig, eigentlich haben wir ja nur elektrischen Strom, der von Neuron zu Neuron fließt. Wir kennen ja auch die Botenstoffe, die Transmitter. Was ist dann mit denen? Ganz einfach, wir haben beides.

Elektrische Signale sind für den Augenblick, sie sind schnell. Die chemischen Substanzen sind nur dazu da, um langfristige Erfahrungen abzubilden. Das elektrische Signal stößt nur den Prozess im Neuron an, damit Neurotransmitter gebildet werden. Diese bewirken, dass der Spalt größer wird und das Signal noch schneller drüber kann. So einfach ist das!

So bilden sich an einigen Synapsen Verbindungen heraus, während an anderen Stellen nichts passiert. Nämlich gerade dort, wo laufend Signale eintreffen!

Synapsenwachstum mit großer Wirkung

Vielleicht sagt nun jemand, naja gut ok, aber das kennen wir doch. Warum twittert der so einen Beitrag, warum wird das in Foren verlinkt. Entscheidend ist, was das denn überhaupt bedeutet und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind!

Fassen wir nochmal zusammen:

  • Nur durch äußere Reize tut sich was in uns.
  • Die Verbindungen werden nur dicker, wenn Signale drüber laufen, wenn bei uns etwas los ist!
  • Wir werden zu dem, was die Signale aus uns machen
  • Einmalige Signale machen gar nix aus.

So und jetzt darf jeder ein paar Rückschlüsse daraus ziehen, ich gebe ein paar Fragen vielleicht vor:

  • Was passiert, wenn die Signale schon schwach an die Sensoren ankommen und woher könnten die aus der Umwelt kommen?
  • Was ist, wenn immer nur die gleichen Signale kommen?
  • Was ist langfristig, bei sehr vielen gleichen Signalen?
  • In welchem Zusammenhang steht das zu Lernen und was wir daraus folgern können?

Für mich ist dieser Effekt der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. Es ist das, was wir sind und werden. Was wir können und zu was wir fähig sind. Es ist, wie wir leben und welche Entscheidungen treffen. Es ist das „Wie“ und weniger „Was“!

Einen Kommentar hinterlassen

logo
logo
Die Open University | Kurssystem | Finanzen | Der Schreiberling | Finanzen |
© Schweizer Consulting | Impressum