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Das Getriebe der Wissenschaft und Forschung

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Wissenschaftlich arbeiten ist ein wichtiger Bestandteil im Studium

Im DSE212 Exploring Psychology wird in dem umfangreichen Material auch ein Buch mit dem Namen Exploring Psycholgical Research Methods mitgesendet. Der Start in die Welt der Wissenschaft und Forschung hat damit begonnen. Psychologie lebt von Studien, von Tests und Diagnosen. Das betrifft nicht nur richtige Wissenschaftler, sondern auch schon Studenten, denn mit der Thematik ist mehr verbunden! Wissenschaftliches Arbeiten spielt schon in den einzelnen Facharbeiten während des Studiums eine Rolle.

Der Unterschied zwischen einer Alltagsansicht und einem ausgeübten Beruf besteht in der Art und Weise, wie mit Inhalten umgegangen wird. Ein kleines Beispiel dafür.
Was hört sich glaubhafter an: die meisten Mörder sind Männer und sterben selbst früher. Sie bekommen Krankheiten und haben ein höheres Risiko im Leben!
Das ist eine Reihe von Behauptungen, dem Glauben geschenkt werden kann oder auch nicht! Alltagssprache. Wozu Psychologie studieren?

Das Ganze anders dargestellt: Laut einer Studie von einem Wissenschaftler der Universität in Ort aus dem Jahre 19XX sterben Männer im Schnitt X Jahre früher als Frauen. Grund dafür ist ein Chromosom, das auch für erhöhte Aggressivität verantwortlich ist!…. !
Nicht nur in der Wissenschaft werden diese Standards verwendet, sondern auch im Beruf als Gutachter vor Gericht, in einem Krankenhaus oder jeder anderen Tätigkeit.

Das Studium an der OU führt langsam an diese Welt heran. Das Ziel besteht nicht nur im theoretischen Wissen, sondern zielt darauf ab, selbst Forschung betreiben zu können. Mehrere Arbeiten bestehen aus der Anfertigung und Durchführung von Experimenten und Befragungen. Mehr als zwei TMAs, den monatlichen Testaufgaben, haben Forschung zum Inhalt. Genauer betrachtet, bereitet der ganze Kurs auf das Lernen der wissenschaftlichen Arbeit vor.

Zusätzlich durchläuft jeder Student auch den Kurs DXR222 Exploring Psychology: Project oder das Äquivalent DZX222 Exploring Psychology: online Project. Wer möchte, der reist nach England oder absolviert den Kurs am heimischen PC in der Onlineversion.

Von dem, was wir wissen können zu dem, was wir wissen – Epistemologie und Daten!

Mit der Überschrift stehen wir schon mitten in der Thematik. Bei mir persönlich sind Wissenschaft und Forschung mit einem Zauber belegt. Es wirkt eine Anziehung, wie sie von den Märchenwelten auf Kinder ausgeübt wird. Doch mit den ersten Schritten ernüchtert sich die Illusion, aber es bleibt spannend.

Für den ersten klaren Überblick eignet sich eine Gliederung mit den Erklärungen:

  • Epistemologie ist die Erklärung, was überhaupt entdeckt werden kann. Es ist eine Wissenschaftsphilosophie, mit der man die Grenzen und Möglichkeiten der Wissenschaft auslotet.
  • Methodologie beinhaltet die eigentlichen Vorgehensweisen. Dennoch bleibt es ein theoretisches Konstrukt. In diesem ist definiert, wie Forschungen aussehen müssen oder welche Methoden innerhalb der verschiedenen Disziplinen der Psychologie Anwendung finden. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem, was untersucht wird und der Art und Weise, wie es zu untersuchen ist.
  • Methoden sind die eigentlichen Techniken der Forschung und Wissenschaft, um letztlich Daten zu erheben und daraus Erkenntnisse zu gewinnen.
  • Daten, um sie dreht sich die Welt der Forschung. Daten können in Form von Zahlen vorliegen, aber auch schriftliche Ausführungen bei Befragungen gehören dazu. Daten haben sozusagen verschiedene Formate, je nachdem, welche Disziplin der Psychologie sie erhebt.

Auf diesem Gebäude fußt der Kreislauf der Erkenntnisgewinnung. Es gibt eine Frage, zu deren Beantwortung eine Vorgehensweise entwickelt wird. Das sind Methoden, Studien und wie man Daten erhebt. Wurden Studien durchgeführt, erhält man Daten und Beweise.
Hier an diesem dritten Punkt ist es, an der die Frage erste Daten als Antwort bekommt. Zwischen dem Beweis oder Daten und der Anfangsfrage spielt sich die Entwicklung von Theorien ab. Dennoch geht es weiter zur Auswertung der Daten, dem Erkenntnisgewinn. Dieser wirft natürlich weitere Fragen auf und der Kreis schließt sich.

Ein Ziel liegt darin, Objektivität zu erreichen

Gerade Objektivität unterscheidet sich von Meinungen und Vermutungen. Der Unterschied zur Subjektivität ist ein Entscheidender, denn danach richten sich Methoden aus. Objektivität wird vor allem durch Experimente erzeugt, auch die Untersuchung durch Tomografen in der Neuropsychologie gehört hierzu. Experimente und andere Methoden unterliegen dem Anspruch, keine anderen Einflüsse auf das Experiment zuzulassen.

Es gibt einen Grund und eine Ursache, diese gilt es zueinander zuordnen zu können. Welche Daten die Forscher bekommen, ist vor dem Experiment oder einer Studie klar. Es sind meist Zahlen, Häufigkeiten oder klar messbare Einheiten.
Wie lang braucht jemand für die Erledigung einer Aufgabe. Die Konzepte für Experimente und um Objektivität zu erlangen, wie man Daten von anderen Einflüssen bereinigt oder kulturelle Einflüsse ausschließt, ist alles Teil der Methodologie. Es ist klar, dass gerade bei objektiven Studien die Statistik eine große Rolle spielt, um die Daten zu einer allgemeinen Aussage verbinden zu können.

Studien mit einem objektiven Hintergrund wollen meist generelle Informationen erzeugen und Klarheit schaffen, üblicherweise nennt man diese Daten und Methoden auch quantitativ.
Diese Erkenntnisse sollen für alle gültig sein oder eine allgemeine Aussage zulassen. Beispiele hierfür gibt es viele, sie sind meist in Zeitungen zu lesen oder kommen mal als Nachricht im Fernsehen vor. Typische Aussage ist dann „Man hat herausgefunden, dass …“!

Das andere Ziel besteht in der Entdeckung von Subjektivität

Subjektivität in der Forschung ist ein ganz spannendes Kapitel, gehört dazu auch die Grundlagenforschung. Man kann sich das in etwa so vorstellen, dass Objektivität für die Feststellung von vorher subjektiv entdeckten Möglichkeiten ist. Nehmen Forscher bei der Objektivität die Position eines außenstehenden Beobachters ein, so ist der Wissenschaftler bei subjektiven Studien in das Geschehen involviert. Er oder sie nimmt die subjektive Wahrnehmung von Personen auf, die innere Wahrnehmung einer Situation oder Erlebnisses.

James Marcia und der von ihm entwickelte Test ist in der subjektiven Forschung. Dabei spricht der Wissenschaftler mit dem Teilnehmer einer Studie und kategorisiert die Aussagen in verschiedene Ebenen. Es ist dabei nicht wichtig, wie schnell jemand antwortet, um den Unterschied zur Objektivität hervor zu heben.
Dabei hat Marcia schon Kategorien entworfen, um die Aussagen von Einzelpersonen miteinander vergleichen zu können. Der Schritt in die Objektivität ginge dann dahin, dass die Antworten in den verschiedenen Kategorien gezählt werden.

Ein anderer Name für subjektive Methoden und Daten ist der gebräuchlichere qualitativ. Auch die Methoden für qualitative Forschung sind andere, als die für quantitative Untersuchungen. So allmählich schätze ich, dass sich der Nebel um die Forschung und Wissenschaft lichtet, vielleicht sogar schon erste klare Definitionen und Abgrenzungen zu erkennen sind.

 

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Kein Kommentar zu “Das Getriebe der Wissenschaft und Forschung”

  1. […] Was trägt die Kognitionspsychologe zum Thema Lernen bei?Genau das ist die Frage. Die Kognitionswissenschaft versucht zu erklären, wie Wissen beim Lernen erworben und auch verwaltet wird, also welche Strukturen und Mechanismen wirken.Sie stellen Hypothesen auf und diese werden mit Experimenten untersucht. Damit bewegt sich der Forschungsbereich der Kognitionspsychologie in der quantitativen Forschung, die vor allem Experimente nutzt und Objektivität anstrebt. […]

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