logo

Cattel, Goldberg, McCrae und Costa entwickelten mit unterschiedlichem Hintergrund verschiedene Persönlichkeitstests

logo
Portrait von Cattel

Cattel im Portrait

Cattell stellt 16 Faktoren auf

Wie Cattel seinen Persönlichkeitstest entwickelt, ist beispielhaft für alle derartigen Tests. Er sammelte Daten, viele Daten über Jahrzehnte. Diese Informationen wertete er aus und schuf daraus eine Theorie. Sein Persönlichkeitstest umfasst 16 Faktoren der Persönlichkeit.

Cattel stellte 16 Faktoren der Persönlichkeit auf

Testauswertung der 16 Faktoren von Cattel

Wie aus dem Bild erkennbar, hat Cattel bipolare Eigenschaften genommen, wie im Beitrag Persönlichkeit und Charakter im letzten Absatz erwähnt und 10 Abstufungen eingefügt.

Danach verzeichnet man bei einer Person die Ausprägung einer einzelnen Eigenschaft und bekommt letztlich diese „induktive-hypothetische-Spirale“ oder einfach gesagt, ein Persönlichkeitsprofil.

Ich habe mich beim Anblick des Bildes gefragt, was man damit machen könnte.

Dann fiel mir ein, dass die Spirale in der Mitte für Einschätzungen dienen kann, dass z.B. gewisse „Charaktertypen“ eine spezielle Spirale aufweisen. Mittels einer vorgefertigten Schablone bekommt man so ganz schnell eine Einschätzung der Werte und Einstufungen. Beispielsweise jemand beginnt rechts, wandert nach links (oder bleibt rechts) und vollzieht einen Zickzack-Kurs.

Da müsste sich jemand nur einmal zurecht legen, was welche Krümmung an welcher Stelle bedeuten würde und man bräuchte nicht für jede Person die Spirale an sich auswerten, sondern hätte gleich ein „Urteil“ parat. Wäre doch praktisch oder? 🙂

Portrait von Costa

Costa im Portrait

Costa und McCrae vereinfachen die Faktoren auf OCEAN

Portrait von McCrae

So sah McCrae also aus, ganz unscheinbar, wie ich finde.

Die beiden Forscher McCrae und Costa haben die 16 Faktoren von Cattell vereinfacht und 5 Punkte daraus gemacht. Openness, Conscientiousness, Extraversion, Agreeableness und Neuroticism. Mir fiel auf, dass sie damit eher die ganze Persönlichkeit als einzelne Charakterzüge bewerten. In der Hierarchie aus dem Beitrag Persönlichkeit und Charakter wissen wir, dass dies ein anderer Blickwinkel auf Personen ist und andere Dimensionen von Persönlichkeit und Charakter beschreibt.

Cattel und die beiden Forscher Costa und McCrae haben mit ihren Tests und Fragen zwei wichtige psychometrische Tests entwickelt, die auf breiten Standards basieren, nämlich Verlässlichkeit und Gültigkeit. Das sind wichtige Faktoren für deren Anerkennung.

Das ist bei psychometrischen Tests sehr wichtig, wie Intelligenztests, da diese sonst keine Aussage treffen würden und einfach einen Wert ausspucken, der durch nichts gesichert ist. Wichtig ist auch, dass dieser Test möglichst viele Daten benötigt, um ihn auf verschiedene Völker und Kulturen anzuwenden.

Goldberg im Portrait

Goldberg forschte Persönlichkeit innerhalb Kulturen

Goldberg sieht mit dem Blick eines Eingeborenen

Einen ganz anderen Weg beschreitet Goldberg mit seinem 5 Punkte Test. Er konstatiert Extraversion, Agreeableness, Conscientiousness, Emotional stability und Intellect. Die Unterschiede liegen nicht nur darin, dass Openness und Neuroticism durch Emotional stability und Intellect ersetzt wurden. Vielmehr darin, wie getestet wird.

Goldberg setzt nämlich auf wenige Daten und testete nur, was innerhalb einer Kultur oder eines Volkes gültig ist. Dabei achtete er, was in verschiedenen Ländern an Faktoren dazu kommt oder wegfallen kann.

Wie entwickeln Forscher diese Persönlichkeitstests?

Allgemein könnte man den Eindruck bekommen, dass das alles sehr frei ist und wild festgelegt wurde. Sicherlich sind die Forscher sehr frei gewesen und hatten sich die Faktoren selbst erdacht. Doch sie haben starke Gemeinsamkeiten, mehr, als es den Anschein hat.
So haben Costa und McCrae den Test von Cattell vereinfacht und mit ihren neueren Fragestellungen im Grunde Cattell bestätigt. Goldberg dagegen sucht nicht nach dem richtigen Modell, sondern erstellte mehrere für verschiedene Kulturen.

Sicher ist hier nur zu sagen: Es kommt darauf an…! Als Fazit bleibt, dass die psychometrischen Tests Persönlichkeit und Charakter nur beschreiben, aber nicht erklären! Es bleibt also noch offen, wie sich Persönlichkeit und Charakter bilden!

Kein Kommentar zu “Cattel, Goldberg, McCrae und Costa entwickelten mit unterschiedlichem Hintergrund verschiedene Persönlichkeitstests”

  1. […] und eine gute Menschenkenntnis nicht mit einem Studium vergleichbar ist. Zuletzt zeigte ich noch in dem Beitrag über Testentwicklung, dass gewisse Eigenschaften und Fähigkeiten innerhalb eines Rahmens gemessen werden, den […]

Einen Kommentar hinterlassen

logo
logo
Die Open University | Kurssystem | Finanzen | Der Schreiberling | Finanzen |
© Schweizer Consulting | Impressum