Das Berufsfeld des Wirtschaftsprüfer ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Der Schaden der heutzutage durch Wirtschaftskriminalität ensteht beträgt laut Bundeskriminalamt über vier Milliarden Euro. Die Tätigkeit des Wirtschaftsprüfer kann man daher eher als ermitteln anstatt prüfen beschreiben. Der Wirtschaftsprüfer deckt (oft zusammen mit Steuerberatern) Betrüger und Diebe in einem Unternehmen auf. Seinen Auftrag erhält er dabei von Aufsichtsräten oder dem Geschäftsführer selbst. Ausserdem gehören zu den Aufgaben eines Wirtschaftsprüfers die Jahresabschlussprüfung eines Betriebes oder die Berechnung des Wertes einer Firma, die zum Verkauf steht. Desweiteren arbeiten Wirtschaftsprüfer auch als Steuer- und Rechtsberater oder als Vermögensverwalter. Das Berufsfeld des Wirtschaftsprüfers gibt es erst seit ein paar Jahren und in den nächsten Jahren wird der Bedarf an Wirtschaftsprüfern weiter steigen.
Wer eine Ausbildung in diesem spannenden und inzwischen sehr abwechslungsreichen Berufsfeld anstrebt braucht eine lange Ausdauer. Es ist ratsam ein Studium in BWL bzw ein Studium mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund zu machen, um beim Wirtschaftsprüfer Examen eine Chance zu haben. Die Studienschwerpunkte sollten “Treuhand und Revisionswesen” und “Betriebliche Steuerlehre” beinhalten.
Wer keine Hochschulausbildung nachweisen kann, hat die Möglichkeit auch ohne Studium den Beruf des Wirtschaftsprüfers zu erlernen. Hierzu muss der Interessent eine mindestens zehnjährige Tätigkeit als Beschäftigter bei einem Wirtschaftsprüfer nachweisen oder mindestens fünf Jahre als vereidigter Buchprüfer oder Steuerberater gearbeitet haben.
Bevor der Grad des Wirtschaftsprüfer vollständig erreicht ist, muss der angehende Prüfer mindestens drei Jahre in einem Prüfungsunternehmen gearbeitet haben.Ausserdem muss der Absolvent nachweisen, das er wenigstens zwei Jahre überwiegend an Abschlussprüfungen teilgenommen hat und bei der Abfassung der Prüfberichte mitgewirkt hat.
Die Prüfung zum Wirtschaftsprüfer ist eine der anspruchsvollsten, die in Deutschland abgelegt werden kann. Daher bestehen 50% aller Absolventen die Prüfung nicht beim ersten Versuch. Eine gründliche Vorbereitung auf die Prüfung ist daher unerlässlich. Zusätzliche Lehrgänge, die zwingend für die Prüfung notwendig sind, schlagen mit ca. 20.000 Euro zu Buche.
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